Nachdem ich um 23 Uhr glückstrunken aus dem Olympiastadion kam, stellte sich die Frage des Transportmittels für den Rückweg. Da die S-Bahn in Berlin zur Zeit kein ernstzunehmendes Verkehrsmittel ist, fiel diese Art der Fortbewegung schon einmal flach. Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, direkt ein Taxi zu nehmen, da der Rückweg nach dem Depeche Mode-Konzert schon sehr anstrengend war (und da fuhr die S-Bahn noch regelmäßig). Also umrundete ich mehrfach den Olympischen Platz (rote Route), ohne auch nur ein Taxi anzutreffen. Den anschließenden Weg zum U-Bahnhof (gelbe Route) hätte ich mir auch sparen können. Dort würde ich wohl jetzt noch stehen. Außerdem gibt es schöneres, als eingepfercht in einer überfüllten U-Bahn zu stehen. Ich machte mich nun also zu Fuß auf den Weg, um irgendwo ein Taxi aufzutreiben. Diese Idee hatten allerdings auch gefühlte 50.000 andere Fans. So gelang es mir erst am Kaiserdamm (blaue Route) ein Taxi zu erkämpfen (im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich musste doch etwas energisch gegen Leute vorgehen, die sich immer wieder vordrängelten). Der Taxifahrer erzählte mir dann, dass er nur an Wochenende fährt. Dass man das gemerkt hat und die Frage, in welcher Stadt er sonst fährt, habe ich mir aber verkniffen. Ich war einfach froh, um kurz vor halb zwei zu Hause zu sein.